Übergewicht und die Todsünden



Erfolgreich abnehmen beginnt im Kopf

Home
Erfolgreich abnehmen
Abnehm-Irrtümer
  Krank
  Bauch
  Schlank
  Futterverwerter
  Schön
  Alter
  Schuld
  Schnell abnehmen
  Diäten
  Hungern
  Vorbild
  Gewicht
  Kalorienbilanz
  Kohlenhydrate
  Fruchtzucker
  Vollkorn
  Fett
  5 am Tag
  Ballaststoffe
  Verzichten
  Disziplin
  Abnehmpause
  5 Mahlzeiten
  Frühstück
  Bewegung
  Fettverbrennungspuls
  Männer / Frauen
  Fazit
Gesellschaft
  Todsünden
  Religionsersatz
  Diskriminierung
Abnehmen?
  Für
  Gegen
  Jeder
  Schlank warum?
  Dick warum?
  Weniger
  Schlanke
  Mollige
  Übergewichtige
  Halten
  Einfach
Gehirn
  Hypothalamus
  Hungrig
  Hormone
  Hunger
  Appetit
  Sättigung
Abnehmhindernisse
  Schlafmangel
  Tageslicht
  Stress
  Angst
  Gewissen
  Torte
  Trost
  Lebensinhalt
  Hunger
  Gezügelt
  Heißhunger
  Kleinigkeit
  Egal
Mäßigung
  Lern-Beispiele
  Verbote
  Sünden
Ziele
  Erreichbar
  Vermeidungsziele
Schweinehund
  Veraltet
  Überzeugen
  Hören
  Unterbewusstes
  Gewohnheit
Motivation
  Belohnungen
Durchführung
  Ernährungs-Tipps
  Bewegungs-Tipps
Abnehm-Plan
Bücher
Links

Projekte
Impressum


Um der Quelle der religiös anmutenden Ablehnung des Übergewichtes auf die Spur zu kommen, braucht man sich nur einmal die sieben Todsünden anzuschauen.

Die Todsünden, auch als Hauptsünden oder Hauptlaster bezeichnet, wurden von der klassischen Theologie zusammengestellt. Sie stammen aus dem 4. Jahrhundert und wurden im Laufe der folgenden Jahrhunderte weiterentwickelt.

Mindestens zwei der Todsünden kann man der landläufigen Vorstellung der Übergewichtsursachen zuordnen:

·         Gula ist die Völlerei

·         Acedia ist die Trägheit

 

Auch die Genusssucht (Luxuria) passt noch zum Übergewicht.

Damals, als die Todsünden erfunden wurden, hatten diese drei Sünden durchaus eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung.

Nahrungsmittel waren damals meistens knapp. Wer zu viel aß, nahm anderen die Nahrung weg. In den Industrieländern ist das inzwischen ganz anders. Zu dicke Butter auf dem Brot unterstützt eher die Milchbauern, als dass sie jemand anders fehlt. Selbst hungernden Menschen in Afrika würde übrig gebliebene Nahrung nicht zugute kommen, denn der Transport zu den Hungernden ist teurer als die Produktion und würde auch die Bauern vor Ort schädigen.

Auch die Trägheit als Sünde hatte früher eine ernsthafte Begründung. Denn um die Menschen mit Nahrung und anderen lebenswichtigen Dingen zu versorgen, mussten alle fleißig mitarbeiten. Wer träge auf der faulen Haut lag, schadete den anderen Menschen. Doch heutzutage wird die schwere Arbeit meistens von Maschinen erledigt. Viele Menschen sind arbeitslos, andere haben viel Freizeit. Bewegung findet heute oft ohne praktischen Nutzen statt, in Fitnessstudios, beim Radwandern oder auf dem Fußballplatz. Bewegung dient hier nur noch dem Vergnügen und der Gesundheit.

Typisch für Religion und Ideologien ist jedoch, dass sie häufig an Konzepten festhalten, selbst wenn der ursprüngliche Grund dafür wegfällt. Die Konzepte entwickeln dann ihr Eigenleben.

Völlerei, Trägheit und Genusssucht gelten also als Sünde. Daher gilt auch Übergewicht als sündhaft, denn angeblich wird Übergewicht ja durch die Todsünden verursacht.

Von diesem sündhaften Übergewicht kann man sich nur reinwaschen, in dem man qualvolle Strafen auf sich nimmt, sei es eine strenge Diät mit viel Verzicht und Hunger oder sei es Sport, zu dem man sich quälen muss. Quälerei und Hunger gehört dazu, wenn man frei von der Sünde des Übergewichtes werden will.

So wie es da oben steht, klingen die Bestrafungsmaßnahmen gegen das Übergewicht absurd. Aber wenn man sich Artikel und Bücher zum Thema Übergewicht durchliest, wird man feststellen, dass Verzicht, Hunger und Quälerei zum Repertoire der meisten Diäten und Schlankheitstipps gehören.

Wer trotzdem übergewichtig bleibt, lebt eben nach wie vor im Zustand der Sünde und hat sich nicht genug kasteit.




Home   -   Up