Kleine und große Sünden



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Auch bei sinnvollen Verbotsregelungen, die den Menschen berücksichtigen, kann es passieren, dass man gegen seine Regeln verstößt.

Sollte man sich für Regelverstöße streng bestrafen oder sollte man es locker nehmen?

Auch hier empfiehlt sich wieder der Mittelweg.

Gewisse Sündenfälle sollte man in seinem persönlichen Regelwerk am besten mit einplanen. Dann entfällt das schlechte Gewissen, wenn es so weit ist, dass man seine Regeln bricht.

Auch bei nicht vorhergesehenen kleinen Sünden ist es wohl sinnvoll, wenn man sich deswegen nicht besonders grämt. Ein schlechtes Gewissen bedeutet nämlich Stress und Stress macht bekanntlich dick.

Aber wie verhält man sich, wenn man massiv gegen die eigenen Abnehmregeln verstößt?

Wenn man sich massive und dauerhafte Regelverstöße einfach durchgehen lässt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man schnell vollständig in sein altes Verhalten zurückfällt.

Bei schwerwiegenden Regelverstößen, die über einen längeren Zeitraum andauern, beispielsweise zwei Wochen lang täglich in Schokolade schwelgen, ohne dass ein Ende absehbar ist, reicht es auch nicht, wenn man eine extra Sporteinheit einlegt oder mal bei einer Mahlzeit weniger isst. Auch eine intensive Selbstbestrafung mit starker Kasteiung wird kaum helfen, sondern eher den Frust verstärken.

Stattdessen kann es nötig sein, dass man sein Abnehmkonzept überdenkt.

Wenn man zu dem Schluss kommt, dass die selbst gesetzten Regeln im Prinzip sinnvoll sind, dann kann man den großen Sündenfall zu den Akten legen und einfach wieder weiter machen mit seinem Abnehmvorhaben.

Vielleicht kommt man aber auch zu dem Schluss, dass man sich zu strenge Regeln gesetzt hat und auf zu viel verzichten muss. Dann sollte man seine Regeln entsprechend ändern.

Vielleicht braucht man auch ab und zu Urlaub vom Abnehmen, denn ein Abnehmvorhaben kann sich schließlich über mehrere Jahre hinziehen. Ein Abnehm-Urlaub sollte jedoch nicht dazu führen, dass man alles, was man in einem Jahr abgenommen hat, in kurzer Zeit wieder zunimmt. Das führt nämlich anschließend zu ausgeprägtem Frust.




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