Fruchtzucker ist gut für die Figur



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Der Fruchtzucker (Fructose) kommt vor allem im Obst vor und da Obst als so gesund gilt, haftet auch dem Fruchtzucker der Duft der gesunden Nahrung an.

Außerdem wirkt sich Fruchtzucker nicht auf den Blutzuckerspiegel aus, denn Fructose ist ein anderes Zuckermolekül als die Glukose, die im Blut gemessen wird.

Das hat dafür gesorgt, dass Fructose gerne in Diabetiker-Nahrung verwendet wird. Auch Nahrung für Gesunde wird oft mit der Aufschrift "mit Fruchtzucker" als gesund erklärt. Selbst bei der Ernährung nach dem glykämischen Index kommt der Fruchtzucker gut weg, denn er erhöht ja nicht den Blutzucker-Spiegel.

Aber ist Fruchtzucker tatsächlich so gesund?

Eher im Gegenteil.

Man hat nämlich herausgefunden, dass Fruchtzucker im Körper besonders gerne in Körperfett verwandelt wird. Fruchtzucker macht also schnell dick.

Außerdem fördert Fruchtzucker die Entstehung von Diabetes, anders als Glukose, die nicht zu Diabetes führt. Fruchtzucker sollte in Diabetiker-Nahrung also eigentlich verboten werden.

Schließlich erhöht zu viel Fruchtzucker auch die Blutfettwerte, sodass die Wahrscheinlichkeit für Herzinfarkt und Schlaganfall ansteigt.

So lange es Fruchtzucker nur in eher geringen Mengen im Obst und Honig gab, stellte er kein Problem für den Körper dar.

Doch in den USA wurde anstelle von normalem Zucker Fruchtzucker-Sirup aus dem reichlich angebauten Mais hergestellt. Dieser Sirup hat  unter anderem den Vorteil, dass er sich als Flüssigkeit leichter transportieren lässt als der körnige Zucker. In industriell hergestellter Nahrung wird daher gerne Fruchtzucker-Sirup verwendet, beispielsweise in Erfrischungsgetränken (Softdrinks, Cola-Getränken) oder Fertignahrung aller Art. Diese fruchtzuckerreichen Nahrungsmittel gibt es inzwischen auch in Europa in großen Mengen.

Dank dieser modernen Nahrungsmittel wird der Körper heutzutage also mit Fruchtzucker geradezu überschwemmt. Auf diese Fruchtzucker-Mengen ist der Körper nicht eingestellt und dadurch entstehen Probleme.

Fruchtzucker-Unverträglichkeit

Außer der oben erwähnten Gewichtszunahme und der Diabetesförderung kommt es bei etwa 40% aller Menschen in den Industrieländern zu einer Fruchtzucker-Unverträglichkeit.

Ihr Darm kann den Fruchtzucker nicht in ausreichender Menge ins Blut übernehmen. Zu viel Fruchtzucker bleibt im Darm zurück und beginnt dort zu gären.

Dadurch kommt es zu Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Viele der Betroffenen leiden zusätzlich unter Depressionen, Rheuma, Müdigkeit und anderen Beschwerden.

Die Beschwerden treten bei den Betroffenen schon bei relativ kleinen Fruchtzucker-Mengen auf, jedoch nicht bei Kleinstmengen. Die Schwere der Beschwerden hängt von der Menge des gegessenen Fruchtzuckers ab. Das unterscheidet die Fruchtzucker-Unverträglichkeit von einer Allergie.

Die Betroffenen sollten nicht nur auf Nahrungsmittel mit künstlich zugefügtem Fructose-Sirup (oder Mais-Sirup) verzichten, sondern auch Obstarten meiden, die einen hohen Fruchtzucker-Anteil haben. Dazu gehören beispielsweise Äpfel, Birnen oder Weintrauben.

Aber bevor man nun streng auf verschiedene Obstsorten verzichtet, sollte man am besten ausprobieren, welche Obstsorten man gut verträgt und welche schlecht. Die gut verträglichen Obstarten kann man dann durchaus essen, denn Obst ist ja eigentlich gesund. Manche Obstarten werden verträglicher, wenn sie voll ausgereift sind. Äpfel sollten beispielsweise nicht knackfrisch sondern weich und voll reif sein, um gut vertragen zu werden.




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